Passionierter Musiker und Hobbykoch

 Matthias Kluth

Dem Schützenwesen ist er seit seiner Jugend verbunden: Matthias Kluth, der jahrelang Tambourmajor verschiedener Spielmannszüge war.

Holzheim. Er ist ein echter Holzheimer Junge: Matthias Kluth, Ehrenmajor der Gesellschaft Schützenlust, der am Sonntag seinen 75. Geburtstag feiert. Viele ältere Bürger erinnern sich noch gut daran, daß er als schneidiger Tambourkorpsmajor jahrelang vor dem Musikkorps marschierte und seinen Tambourstab so artistisch handhabte und hochwarf, daß die Zuschauer nie mit Beifall sparten.
Aus den Erzählungen des Jubilars wird deutlich, daß sein Lebenswerk - wie bei vielen seiner Altergenossen - stark von äußeren Umständen und der Geschichte geprägt war. Als eines von elf Kindern fand er nach dem Besuch der Volksschule Ende der 20er Jahre zunächst keine Arbeit. Es blieb ihm nur die Chance über Arbeits- und Wehrdienst voranzukommen. Dort wurden schnell seine musikalischen Fähigkeiten entdeckt, so daß er bald als Regiments-Tambourkorpsmajor allen voranging.
In seiner Laufbahn brachte es Berufssoldat Kluth bis zum Spieß, zuletzt war er als Erkundungsoffizier eingesetzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg halfen Matthes Kluth Kontaktfreudigkeit und Redetalent einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Zunächst war er bei einem Textilunternehmen angestellt, anschließend machte er sich als Handelsvertreter selbständig. Heute ist er Pensionär, mit 63 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Seither hat er genügend Zeit, sich seinen Hobbies zu widmen. Dabei steht der Garten, in dem er Kräuter für seine Küche selber zieht, an erster Stelle.
Überall bekannt wurde Matthias Kluth als Musiker aus Passion und aktiver Schütze. Diese zweite Laufbahn begann er 1922 als Edelknabe, dann wurde er Spielmann im Tambourkorps Concordia. Zahlreiche anderen Spielmannszügen - wie dem Nordstädter Tambourkorps oder dem der Niederrheinischen Papierfabrik - stand er im Laufe der Jahre vor.
Der Gesellschaft Schützenlust Holzheim trat Matthias Kluth 1957 bei. Er war einfacher Schütze, später Adjutant und wurde 1967 zum Major gewählt. Höhepunkt der Schützenlaufbahn war natürlich seine Regierungszeit als Schützenkönig. Genau 50 Jahre nachdem sein Großvater die Königswürde erlangen konnte, schoß der Enkel 1958 den Vogel herunter.
Im Laufe seiner Majorstätigkeit baute Matthias Kluth "seine" drei Züge starke Schützenlust zielstrebig und mit Engagement aus, so daß er 1978 seinem Nachfolger Adi Kremer weitere vier Züge übergeben konnte. Aus dieser Zeit stammen auch seine zahlreichen Auszeichnungen. So ist er unter anderem Ehrenmitglied des Bürgerschützenvereins, der HSG und der Gesellschaft Schützenlust, die ihn nach seinem Rücktritt zum Ehrenmajor ernannte. Anläßlich seines Geburtstages würde sich der aktive Senior freuen, zahlreiche Verwandte begrüßen zu können und mit vielen Freunden diesen Festtag zu begehen.

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