Holzheim. Er war mit der Haltung der Mitglieder des Holzheimer Schützenregiments sichtlich zufrieden, dankte immer wieder für die ihm zuteil gewordene Reverenz und konnte dann nach Beendigung der großen Königsparade auf der Bahnhofsstraße gewiss feststellen, dass alles mal wieder bestens geklappt hatte: Günter Mertens, der Holzheimer Schützenkönig 2001/2002. War er in seiner bisherigen Schützenlaufbahn bis zum vorigen Jahr immer auf Pferderücken - zunächst als junger Aktiver in den Reihen der Reiter, danach als Adjutant seines Vaters Bruno und seit einigen Jahren als Regimentschef - vorbei paradiert, so hatte er dieses Mal die Front gewechselt. Er nahm die Reverenz seiner Schützen, die dazu vom Oberst-Stellvertreter Johann Fischer kommandiert wurden, entgegen und genoss das immer wieder faszinierende Schauspiel einer Parade in vollen Zügen, wie man unschwer an seinem Mienenspiel feststellen konnte. Eingeleitet worden war der erste Höhepunkt der Schützenfesttage mit dem Aufmarsch der Hönesse, die dabei viel Blumenpracht präsentieren konnten. Und da auch die Sonne mit ihren Strahlen nicht geizte und sich die Temperaturen in Grenzen hielten, war alles noch eimal doppelt so schön.
Derweil sich auf den Straßen des Ortes die Schützen aller Schattierungen für die Parade rüsteten, gab im Sitzungssaal des ehemaligen Rathauses der Gemeinde Holzheim die Stadt ihren traditionellen Empfang, zu der Thomas Nickel in seiner Eigenschaft als stellvertretender Bürgermeister und auch als Vorsitzender des Bezirksausschusses begrüßte, besonders das Königspaar, Günter und Beate Mertens. Das Wort des Grußes galt aber unter anderem auch den Komiteemitgliedern mit Präsident Dr. Hermann-Josef Verfürth an der Spitze, den Ehrenmitgliedern des Bürger-Schützen-Vereins, Landtagsabgeordneten Karl Kress, den Ratsmitgliedern Klaus Gurmann und Rolf Knipprath, der Abordnung der Grefrather Bruderschaft, der Vorsitzenden der Katholischen Frauengemeinschaft Ingrid Oberbach, Pfarrer Josef Ring und dem Generalpräses der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Dr. Heiner Koch, der auch schon am Samstag im Schützengottestdienst eine beeindruckende Predigt gehalten hatte.
Wenn auch die Stadtfahne unter dem Fahnenschmuck vor dem Haus fehle, so überbringe er trotzdem die herzlichen Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt, die die Tradition der ehemaligen Gemeinde Holzheim weiterführe, meinte Thomas Nickel, der zudem betonte, dass sich Günter Mertens mit seinem Königstum gewiss einen Herzenswunsch erfüllt habe. Um diese schöne Aufgabe ganz und gar erfüllen zu können, brauche ein König aber die Unterstützung der Schützen, die immer wieder ihren Beitrag zur Pflege des heimatlichen Brauchtums leisteten und sich dabei an den Werten Freundschaft, Kameradschaft und Geselligkeit orientierten. Für die ihm und seiner Gattin erwiesenen Ehre sagte Günter Mertens herzlichen Dank, wies auf seine "ungewohnte" Rolle hin, die er aber freudig genieße, so der strahlende König.

Das Holzheimer Schützenkönigspaar Günter und Beate Mertens stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Präsident Dr. Hermann-Josef Verfürth (links) konnte stolz auf "seine" Schützen sein, die dem König die Ehre erwiesen. Stellvertretender Bürgermeister Thomas Nickel ( rechts) überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung.
